Am 19. Februar fand der 99. ZauberSalon Wuppertal in der „börse“ statt. Moderiert wurde der Abend von Frank Preußner, zu Gast waren die Zauberkünstler Peter Vohralik, Wilfried der Magier und Hans Dillenberg.

Der aus Meerbusch stammende Peter Vohralik kombiniert auf der Bühne seine zwei großen Leidenschaften miteinander: Magie und Malerei. Die Kunst rund um Farben und Pinselstriche begleitet ihn schon länger, die Zauberei erst seit einigen Jahren. Daraus ist seine einzigartige Form der Magie entstanden: Da beginnt eine Farbtube über die Bühne zu schweben, ein Pinsel verwandelt seinen Zustand und die Idee der Revolution vom Faxgerät zum 3D-Drucker bekommt eine ganz neue Bedeutung. Während einer seiner Zeichnungen ein Licht aufgeht, wird eine andere zum Retter in der Musik-Not. Die Gedanken eines Zuschauers werden sichtbar und in der Hand des Künstlers werden in vielerlei Hinsicht Farben zu einem kleinen Kunstwerk.

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Die Kunstform, die Peter Vohralik in jeder ihrer Formen auf die Bühne bringt, ist besonders und außergewöhnlich. Der Künstler hat das Wuppertaler Publikum begeistert mit der Idee, diese zwei Künste zusammen zu bringen, und mittels der einen den beinahe eingestaubten Klassikern der Anderen innovatives, individuelles und buntes Leben einzuhauchen.

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www.ein-raum-für-kunst.de/zauberkunst-magic-room/

Wilfried der Magier sieht nicht nur aus wie ein Gaukler – er ist auch einer. Im Gepäck seines Handkarren führte er an diesem Abend zwei Geschichten mit sich.

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Die etwa, welche den Werdegang des Schneiderleins erzählt, bevor es tapfer wurde: Bei dem es den Vorgaben des Hofmeisters, dem König einen genau passenden Ärmel zu nähen, aus Schusseligkeit nicht gerecht wurde, und den Stoff zu viel kürzte; von der Fee, die ihm trotz vermeintlich zauberhafter Kräfte nicht helfen konnte, und vom den Urteil unter der Guillotine, dem das Schneiderlein durch das „Wunder von Wuppertal“ gerade so entkam.

Die zweite Geschichte drehte sich um die Diebe des Mittelalters, so genannte Beutelschneider. Während diese den Menschen ihre Lederbeutel voll Geld, wie der Name verrät, abschnitten, hatte sich Wilfried eine gerissenere, magische Methode einfallen lassen, um die Münzen eines Zuschauers in seinen eigenen Beutel wandern zu lassen.

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Wilfried der Magier könnte aufgrund seiner Kleidung einem mittelalterlichen Bild entsprungen sein. Seine Geschichten sind angelehnt an eine Zeit, in der Magie noch eine völlig andere Bedeutung hatte als heute; und wenn auch nicht jeder Handgriff saß und ihm teilweise eine gewisse sprachliche Souveränität fehlte, sind seine Ideen, mit Geschichten mit Zauberei zu erzählen und in Geschichten Zauberei geschehen zu lassen wirklich schön anzusehen.

www.wilfried-der-magier.de

Der dritte Künstler gehört zu den bekannteren Gesichtern im Wuppertaler ZauberSalon. Hans Dillenberg stand schon öfter auf der Bühne der „börse“, und unterhielt auch an diesem Abend das Publikum mit seiner klassischen Form der Zauberei.

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Was etwa Magie mit HANDwerk und aus der Luft gegriffenen Ideen zu tun habe, zeigte er mit einem Faden und einem Gelschein (und der dazugehörigen „fadenscheinigen“ Erklärung) und einer traditionellen Version einer Seilroutine, bei der besonders die einwandfreie Ausführung hervorstach.

In seinen Händen veränderten Karten ihre Farbe und Beschaffenheit, und Hans versuchte den Zuschauern die Eigenarten des „chinesischen Lochs“ zu verkaufen, das nicht nur im Gegensatz zum europäischen Loch sichtbar war, sondern auch eine Lösung für die Angst vor Wäschedieben bedeuten sollte.

Besonders beeindruckt hat mich, der zuletzt durchgeführte Seiltrick; nicht wegen der Durchführung, wohl aber wegen der Tatsache, dass ein Zuschauer dem Zauberer von hinten auf die Finger schaute – und es dem Künstler dennoch mit einem wunderbar erstaunten Gesicht entlohnte.

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Wenngleich auch durch die Art der Präsentation manch ein Effekt beinahe im Moment verloren geht, ist die Zauberei von Hans eine technisch anstandslose und solidere unter denen der klassischen Form.

www.dillenbergmagic.de

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