Zaubersalon Wuppertal 2013 09 002Zum 34. Mal schon begrüßte der Zaubersalon Wuppertal seine Gäste in der Bandfabrik in Langerfeld. Durchs Programm führte Gunter Glaser. Nachdem er noch einmal das Konzept des Zaubersalons erklärt hatte, kündigte er Ju-Rim, den ersten Zauberer des Abends an.

Zaubersalon Wuppertal 2013 09 006Der frisch gebackene Lehrer aus Bochum, der schon etliche begehrte Preise auf dem Gebiet der Magie einheimsen konnte, zeigte junge freche Unterhaltung mit Karten, einem ungewöhnlichen Buchtest mit einem Comicheft und einem Herrenmagazin, eine spektakuläre Sockenwanderung zwischen zwei Miniwaschmaschinen und eine Eierbeutelroutine, bei der ein Ü-Ei Verwendung fand. Ju-Rim ist nun schon dreimal in Wuppertal aufgetreten und sorgt immer wieder für frische Ideen. Sehr schön auch seine schauspielerischen Einlagen, bei denen er von den Vorzügen und Nachteilen seines Berufs erzählt, Zeitlupenszenen einbaut und ein neues Zauberbuch vorstellt, mit dessen Hilfe man Frauen aufreißen kann. „Tipps to pick up chicks“.

Zweiter Künstler an diesem Abend war Marc Weide. Auch er probiert im Zaubersalon immer gern mal etwas Neues aus.

Nach einer sehr lustigen mentalen Eröffnung mit einem gezeichneten Elefanten, der allerdings auch jedes andere Tier hätte darstellen können, wechselte sein T-Shirt unter der Jacke die Farbe und zeigte eine gewählte Zuschauerkarte.

Ein entliehener Fingerring wurde von dem jungen Zauberer in einen Eiswürfel gebannt, aus dem er sich nur langsam wieder heraustaute.

In der Zwischenzeit führte Marc eine Gedankenübertragung vor bei der nur ein Zuschauer getäuscht wurde, nämlich der, der ihm auf der Bühne assistierte. Alle anderen nahmen das frecZaubersalon Wuppertal 2013 09 094he Geheimnis mit nach Hause, in dem Wissen, dass Zauberei nichts Übernatürliches ist, sondern perfekte Unterhaltung.

Zaubersalon Wuppertal 2013 09 163Nach so viel jugendlicher Frische hatte es Axel Kolbe aus Datteln, der dritte Künstler des Abends, nicht einfach. Schließlich ist er schon in den besten Jahren. Aber die Erfahrung, die man bei ihm sofort spüren konnte, machte das wieder wett.

Nach einem Six-card-repeat führte er eine sehr gelungene Bommelmaschine vor und philosophierte dabei über das Auf und Ab der Börsengeschäfte.

Passend dazu ging es weiter mit der Wanderung von Geldscheinen von einem Ort zum anderen. Stichwort: Online-Banking!

Schließlich präsentierte er eine gekonnte Ringspielroutine, die er mit einen geschliffenen Vortrag würzte und ihr einen aktuellen Bezug gab, indem er über die anstehenden Bundestagswahlen sprach.

Zaubersalon Wuppertal 2013 09 179

 Als Gunter Glaser, der souverän durch den Abend geführt hatte, noch einmal alle drei Zauberer zum Finale auf die Bühne bat, machte sich tosender Applaus breit.

Ein schöner Start für den Zaubersalon Wuppertal in seine vierte Spielzeit.

Für die zahlreich vertretenen Zauberer hatte dieser Abend einen traurigen Beigeschmack.

In aller Stille hatten sie ihn ihrem Freund, Hans Mike Sönneken gewidmet, der dem Publikum als „Q“ in Erinnerung bleiben wird. Selbst noch Akteur beim vorangegangenen Zaubersalon, war er ganz überraschend am 2. September aus ihrer Mitte gerissen worden. Mike hatte die Jugendarbeit im Magischen Zirkel Wuppertal übernommen und hinterlässt nicht nur deshalb eine schmerzliche Lücke. Am frühen Nachmittag war er, unter großer Beteiligung der Wuppertaler Zauberer, zu Grabe getragen worden.

Zur Fotogalerie