DSCF8603Der Zaubersalon im Mai war  der bizarren Zauberkunst und dem Geschichtenerzählen gewidmet. Zu diesem, in unserer Zeit leicht in den Hintergrund gedrängten, Genre gehörte in der deutschen Zauberszene etwa auch PUNX - der Unfassliche. Drei der vier Akteure bringen auch gemeinsam eine Fachzeitschrift heraus, die sich diesem Feld der Magie widmet. Der eine hat wohl zwei Seelen in seiner Brust: Einmal den heiteren CHARLY  D. und auch den ernsteren CHARLZ.
Bei der ersten Darbietung zeigte CHRISTOPH  BORER(Schweiz), dass drei wahllos von  einem Zuschauer  bestimmte Worte, die er zuvor aus einem Zeitungsfetzen ausgewählt hatte, einen Zusammenhang mit der Veranstaltung hatten. Dabei wurden die gewählten Worte zunächst von einem der beiden anderen männlichen Protagonisten  auf ein großes Blatt aufgeschrieben, der andere machte auf einem zweitem Blatt nach Ansage die Zusammenhänge lesbar.

DSCF8602CHARLY DÖRRIES zeigt, wie Elefanten erscheinen und verschwinden können, ohne dass man etwas erkennen kann, selbst nicht einmal aus der Sicht des Vorführenden. Von den Zuschauern abgezählte Riesenspielkarten wanderten von einem Tuch ins andere.

HARALD LANDEFELD  demonstrierte mit klugen Worten, wie eine Zeitreise vonstatten geht. Eine von einem Zuschauer genannte Zahl öffnete da ein geheimnisvolles Kästchen; auch der Name des Zuschauers war da schon festgelegt.

CHARLZ D. ließ  eine Karte aus einem Tarotspiel auswählen und markieren, die später in dem Gemälde auftauchte, das die ganze Zeit im Hintergrund auf der Bühne gestanden hatte

DSCF8691Als großartiger Geschichtenerzähler erwies sich HARALD LANDEFELD. Seine erste Erzählung führte in die Welt der Germanen bzw. Wikinger. Eine junge Zuschauerin durfte die Runensteine werfen und  einen davon einstecken. Das Zeichen, das der Künstler aufmalte, entsprach eben der gezogenen Rune.

In der nächsten Betrachtung wies HARALD LANDEFELD darauf hin, dass die Verwünschungen, die häufig mit Voodoo in der Karibik oder mit afrikanischen Riten in Verbindung bebracht werden, durchaus in Europa seit vielen Jahrhunderten ihre Wurzeln haben. Dies wurde auf sehr unwahrscheinliche Weise dem Publikum deutlich gemacht.

CHRITOPH BORER verwandelte einen großen Geldschein mehrere Male und ließ ihn schließlich in einer Zitrone in einer Papiertüte wieder auftauchen, die sich schon von Beginn der Darbietung an vorne auf der Bühne befunden hatte.

Nach seinen folgenden geschickten Kartenzaubereien wanderte dann eine von einer Zuschauerin bestimmte Seite in ein ansonsten leeres Buch.
DSCF8766Nachdem CH. BORERS eine Hand per Handschelle mit einem Stuhl verbunden war, wurden die von einer Zuschauerin nicht ausgewählten Handschellenschüssel in hohem Bogen in der Saal geworfen. Bis nur noch der gewählte Schlüssel übrig blieb. Und genau dieser öffnete dann die Fesselung.
Im Anschluss daran wurde dann eine selten gezeigte Kunst aufgeführt: CHRISTOPH BORER ging durch die Reihen und erhielt unterschiedliche Gegenstände, die seine Partnerin MARIA dann durch Gedankenübertragung ohne irgendwelche technische Hilfsmittel nennen und weiter beschreiben konnte. Mit diesen Fähigkeiten wurden sicher sehr viele Leute verblüfft.

DSCF8801Zum Abschluss der Veranstaltung wurde unter Verdeutlichung durch Puzzleteile gezeigt, wie viel nötig ist, um einen festen Rahmen gut auszufüllen, obgleich da immer noch weiter Stücke einflossen.

Alle Akteure wurden vom Publikum noch einmal beklatscht, als sie alle noch einmal auf der Bühne auftraten.

 

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