IMG 5659Der 70, Zaubersalon wurde wieder einmal von den  Mitgliedern des Ortszirkel Wuppertals gestaltet. Diesmal sollte es etwas Außergewöhnliches sein, Zu diesem runden Jubiläum wollten möglichst viele Mitglieder des Ortzirkels teilnehmen. Was also tun?

Moderne Kommunikation wurde von den Mitgliedern eingesetzt, Ideen wurden per e-mail ausgetauscht, gesammelt, teilweise verworfen, bei den Sitzungen des Ortzirkels mussten die heißgelaufenen Gedanken auch von kalten Getränken abgekühlt werden. Alle Mitglieder waren gefordert: alte Hasen ebenso wie Neuanwärter.

IMG 5690Nach einiger Zeit kristallisierte sich ein geeignetes Thema heraus: Was passiert, wenn man den Nachlass eines Zauberkünstlers in Augenschein nimmt.
Dann, nach und nach, kamen immer wieder neue Ideen hinzu und wurden umgesetzt . Der Name des angeblich Verstorbenen wurde "erfunden", indem man einfach an einen Vornahmen ein "ini" anhängte. Diese Mode gab es in Zaubererkreisen Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte lang. Für einen "richtig deutschen" Verein sind natürlich auch eine Fahne und eine Ordnungsglocke erforderlich. Die Gegenstände wurden ebenso beschafft wie eine passende Musik, die den Geist einer längst vergangenen Zeit wieder hervorrief, in der der Zauberkünstler "Hubertini" ja sicher seine größten Erfolge hatte.

IMG 5722Der Rahmen war also vorgegeben, und so konnte alles seinen Verlauf nehmen. Der Ortszirkelleiter, REINER WALTER, schleppte zu Beginn der Vorstellung einige große Kartons auf die Bühne und verkündete dem ersten Klubmitglied, dass Hubertini verstorben sei. Nach und nach trudelten die anderen Vereinskameraden ein, erfuhren die Neuigkeit und rätselten über mögliche Todesursachen. Die ziemlich absurden Vermutungen wurden aber bald schon abgetan, als man hören mußte, dass Hubertini ja 97 Jahre alt geworden sei.

Nach einer Schweigeminute machte man sich über den Nachlass her. REINER WALTER zeigte Hubertinis Lieblingstrick, bei dem ein goldener Würfel sichtbar oder unsichtbar verschwinden konnte, natürlich mit einem Gerät, welches mit der in den Siebziger Jahren ach so beliebten Glimmerfolie beklebt war.

IMG 5765HANS DILLENBERGs Wunderstab glitzerte aus dem gleichen Grund sehr silbrig und funktionierte aber auf eine Weise, die selbst für den Demonstrator unerklärt blieb.

FRANK MOLL fand in der großen Nachlasskiste ein großes Kartenspiel und eine kleine Bühne mit der das Verschwinden einer der großen Spielkarten vorgeführt werden konnte; das geschah aber ganz anders als die Zuschauer vermuteten.

IMG 5785DONATUS entdeckte  drei Seile, mit denen er noch einmal die Seilkapriolen vorführen konnte, die er einmal mit Hubertini einstudiert hatte. Ja, gekonnt ist gekonnt!

IMG 5822GUNTER GLASER konnte noch mal das Seil zeigen, das Hubertini vom größten Entfesselungskünstler aller Zeiten, Harry Houdini, erhalten hatte. Trotz des kräftigen Fesselns durch zwei muskulöse Männer aus dem Publikum gelang ihm die Befreiung in Windeseile.

Nach der Pause ließ REINER WALTER ein Geburtstagskind mit einem dreifachen SIMSALA - BIM hochleben und verkündete das neue Ehrenmitglied des Wuppertaler Ortszirkels: HENRY 14438987 1194528227300805 433061534 oWAHL, der nicht nur wiederholt Leiter des Ortszirkels war, sondern auch die Idee des Zaubersalons nach Wuppertal gebracht hatte und für dessen Planung und Durchführung immer verantwortlich war. Da dieser aber aus sehr persönlichen Gründen verhindert war, nahm seine Gattin, GUNHILDE WAHL, die Ernennungsurkunde in Empfang.

Für den entschuldigten KONI sprang REINER WALTER ein mit dem Vorzeigen der sich immer wieder verändernden Spielkarte.

IMG 5898HANS DILLENBERG entdeckte in dem Fundus ein lange nicht gesehenes Gerät aus vergangenen Zeiten: eine Kühlbox, in der sich Milch in Trockenmilch verwandelte und schließlich ganz verschwand.

DAG KLEFFMANN holte den großen Becher hervor, mit dem Hubertini immer das Hütchenspiel vorgeführt hatte. Das zeigte DAG das mit dem IMG 5951gekennzeichneten Geldschein eines Zuschauers, der dann nie da war, wo man ihn vermutete. Schließlich tauchte er sogar mitten in einer Zitrone auf, aus der sie der Gast eigenhändig herausschneiden konnte.

IMG 6010ATTILA konnte mit den sechs Metallringen noch einmal wahre Wunder vollbringen, mit denen schon Hubertini immer geglänzt hatte. Auch ATTILAS Interpretation war elegant und geschliffen.

Nicht ganz so alt als das Spiel mit den Ringen aber auch aus vergangenen Jahrhunderten ist IMG 6043der Spiegel mit dem WERNER PRIX noch einmal die Leute verzücken konnte, weil dort Rosen erschienen, blühten und verwelkten.
Der plötzliche Black-out ließ die Besucher der Veranstaltung mit einem Lächeln auf den Lippen  den Heimweg antreten lassen.

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