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Der 82. Zaubersalon wurde von WILHELM JOHANNES HÖLZER moderiert, der aus aktuellem Anlass die Zauberkunst mit der Politik verglich; dabei sagen die Zauberkünstler aber immer wieder dass sie mit Tricks arbeiten. So sicher auch der Künstler des Abends, der für beide Teile des Programms sorgte. Das ist immer ein gewagtes Unterfangen, KALIBO bewies jedoch, dass er alles unter Kontrolle hatte. Sicher ist das seiner langjährigen Erfahrung zuzuschreiben, die ihn in viele Länder geführt hat und die man seinem Erscheinungsbild nach gar nicht vermuten würde. 


KALIBO wollte an diesem Abend einige Fragen zur Zauberkunst erörtern. Er zeigte zunächst sein Können und Geschick mit Hilfe eines einzigen Seils. Danach erfuhr man, wodurch sein Interesse an der Kunst geweckt wurde.

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Auch einer der besten Kartentricks sollte nicht fehlen, bei dem die abgerissene Ecke einer Spielkarte an diversen Orten auftauchte und immer noch genau an die ursprüngliche Karte paßte. Mit dem Hinweis darauf, dass am Ende alles gut werde, stellte er schon früh am Abend einen Papierbehälter auf eine Box der Tonanlage. Er bat einen Zuschauer, bis dahin aufzupassen, dass niemand etwas daran veränderte.

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Danach demonstrierte KALIBO, wie der Zauberkünstler seine Geheimnisse bzw. Effekte lernen kann. Seit einigen hundert Jahren bedient man sich da gerne Büchern. Und so wurde auch der folgende Renner schon in einer Version eines Lehrbriefes für Zauberkunst erschienen. Dazu legte er zum Beweis in dickes Zauberbuch mit den gesammelten Lektionen auf den Tisch. (Ich bin zwar so gut wie nie neidisch, aber da schon.) Bei dem Kunsstück handelte es sich dann darum, dass eine beliebige Karte an einer ganz beliebigen Stelle im Kartenspiel erscheint. Im Gegensatz dazu stehen modere Lernmethoden z.B. per Handy. - Und dabei können auch schon mal Anweisungen sehr ungenau sei, wie man da auf sehr drastische Weise erleben konnte.

Dann wurde mit Geldscheinen gezaubert. Etwas geriet dabei völlig aus dem Ruder - aber am Ende sollte doch alles gut werden.

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Wer sind nun die Vorbilder von KALIBO? Neben dem anwesenden TED MCKOY, einem beliebten Straßenzauberer, ist hier Harry Houdiny zu nennen. Neben vielen Entfesselungen, von denen eine vorgeführt wurde, ist sein ostindischer Nadeltrick weltberühmt. Auch davon konnten wir eine Version erleben. Den vorläufigen Abschluss bot KALIBOs Becherspiel, eines der ältesten Kunststücke überhaupt. Nach dem überraschenden Finale gab es dann wirklich ein Ende, an dem alles gut wurde.

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Der Zaubersalon dankt dem Künstler für seinen hervorragenden Auftritt und hofft auf ein Wiedersehen an gleicher Stelle.

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