Am 20.03. fand die März-Ausgabe des ZauberSalon Wuppertal mit verschiedensten Künstlern statt.

Moderiert wurde der Abend vom Zauberer-Duo Rick&Maik. Die aus dem Ruhrgebiet stammenden Künstler haben sich auf die Fahne geschrieben, Zauberei und Spaß miteinander zu verbinden. An diesem Abend sorgten sie etwa mit ihrer nicht ganz ernst zunehmenden Tischtennisballjonglage, einem mentalen „Nicht-Kartentrick“ und einer überaus skurrilen Version des „Schwebenden Tisches“ für eine lockere Stimmung zwischen den Auftritten der anderen Künstler. Leider blieben wirklich magische Effekte dabei quasi völlig aus; dennoch führten sie in unterhaltsamer und zuweilen närrischer Weise durch die Show.

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Wer mehr über die beiden und ihr Zusammenspiel aus Magie, Comedy und Clownerie erfahren will, schaut am besten auf ihrer Internetseite vorbei: www.rickundmaik.de

Der erste Hauptact des Abends bestand aus Christoph Borer und Luna Lux, deren hauptsächliche Sparte die Mentalmagie ist. Dennoch boten sie mit ihrem Auftritt einen bunten Mix aus „gedanklichen“ Nummern und klassischen Zauberkunststücken. Für das in den Händen von Christoph verschwundene Geld etwa bot Luna die Vorführung einer klassischen Ringroutine.

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Damit alle etwas besser sehen konnten, wollte nun Luna den folgenden Kartentrick bildlich darstellen. So malte sie ein zusammengelegtes Kartenspiel auf ein großes Blatt Papier, inklusive der gleichen untersten Karte. Alles, was auch in den Händen Christophs geschah, sollte auch dort passieren. Zwei Zuschauer merkten sich eine zufällig gezogene Karte. Durch Abheben änderte sich die Reihenfolge, was auch Luna in ihrer Zeichnung berücksichtigen musste. Das Kartenspiel wurde nun in ein Glas gestellt, wo sich auf besondere Weise die erste Zuschauerkarte von den anderen abhob. Und das gleiche passierte auch in Lunas Zeichnung – dort erschien auf die gleiche Weise die zweite Zuschauerkarte. Ein schönes Kunststück, das sich von typischen Kartentricks unterscheidet.

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Nun folgte wieder ein Klassiker. Aus Würfeln mit den Zahlen von 1-6 wurden zwei Türme aufgebaut, einen für jeden der beiden Künstler. Durch Überstülpen mit einer Röhre veränderte sich die Reihenfolge der Zahlen beliebig, ohne das von außen ein Vertauschen der Würfel möglich gewesen wäre. Bei dieser Nummer wurde besonders das sympathische Gegen- und Miteinander der beiden Zauberer deutlich.

Vor der Pause entpuppte sich noch ein Requisit, das zu Anfang ihres Auftritts auf der Bühne platziert wurde, als sehr erfreulich für den Zuschauer, der seinen Geldschein wohl schon verloren geglaubt hatte.

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Nach der Pause und einem überaus skurrilen Gewinnspiel von Rick&Maik betrat ein weiterer Künstler die Bühne des ZauberSalons. Ein Wiederholungstäter könnte man sagen, denn Marco Weissenberg ist regelmäßiger und gern gesehener Gast in der „börse“. Der junge Magie-Newcomer präsentierte an diesem Abend Kunststücke aus seinem neuen Soloprogramm „Wunderkind“. Zunächst aber erklärte er, warum ein Pappkarton, und nicht etwa große Kisten oder ein Tiger, Begleiter auf seinen Bühnen ist. „Diese klassischen Zaubershows, das ist immer das gleiche.“

Dass Marco sich mit seiner Zauberei von der Masse abheben will, wurde spätestens dann klar, als er ein besonderes Requisit aus seinen Pappkarton holte, das ihm helfen sollte, die Leute näher zusammen zu bringen – und der Reaktion des Publikums nach zu urteilen gab es auch einige, die es noch aus ihrer Kindheit kannten. Der Junge, den Marco sich als Helfer auf die Bühne holte, kannte es zwar, hatte es aber noch nie benutzt; und so erklärte Marco ihm, wie es funktionierte. „Wenn Du Dir die Dose ans Ohr und das andere Ohr zu hälst, kann ich Dich auf der anderen Seite denken hören.“ Um der aufkommenden „Irritation“ entgegen zu wirken, wollte der Unnaer Zauberer dies auch unter Beweis stellen. So „erhörte“ er die Gedanken des Zuschauers richtig, was für die erste große Verblüffung sorgte. Doch Marco wollte noch einen drauf setzen, was ihm auch gelang – nicht ganz so magisch wie zuvor vielleicht, dafür aber für (beinahe) das gesamte Publikum sehr unterhaltsam.

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Ein großartiges und innovatives Kunststück, das voll schöner Details und jeder Menge Witz steckt.

Marcos zweite Illusion des Abends sollte ein Kartenkunststück werden. Doch auch hier wollte der Magier sich von den Klassikern der Zauberei abgrenzen. So ließ er einen freiwilligen Zuschauer eine Spielkarte zufällig aus dem Spiel wählen, markierte sie durch den Abriss einer Kartenecke und eine Unterschrift und gab dem Zuschauer nun zwei Optionen, um den Trick spannender zu gestalten. Von diesen wählte der Zuschauer, welche Überraschung, die Gefahr. Ohne zu viel zu verraten: diese Gefahr war laut, stark und forderte zu recht zuvor entsprechende Schutzmaßnahmen für den Zauberkünstler und sein Publikum. Die Art, wie Marco die Karte des Zuschauers wiederfand, war jedoch unerwartet, aber wesentlich spektakulärer als sie einfach im Kartenspiel wiederzufinden. Mit diesem Trick schaffte der Magie-Newcomer es in der Tat, einem vermeintlich langweiligen Kartenkunststück einen neuen Anstrich zu verpassen.

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Marcos Zauberkunst zeugt von neuartigen und detailverliebten Nummern und seiner frechen, aber sehr sympathischen und jugendlichen Art, was auch seinen Auftritt an diesem Abend besonders machte. Wer Marco einmal für mehr als einen Kurzauftritt live erleben möchte, und dieses Vorhaben ist absolut empfehlenswert, sollte hier einmal nach Terminen stöbern: marcoweissenberg.de

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Nun betraten abermals Christoph und Luna die Bühne. Den zweiten Teil ihres Auftritts widmeten die beiden aus der Schweiz und aus Deutschland stammenden Künstler der Mentalmagie. Beginnend mit einem nicht ganz ungefährlichen Kunststück, bei dem allein die Intuition eines Zuschauers über die Unversehrtheit der beiden Zauberer entschied, wollten sie sich dann mit einem symbolischeren Thema. Dazu hatten die Künstler Karten mit Sternzeichen darauf mitgebracht, von denen ein Zuschauer eine Karte zufällig auswählen sollte. Die Vorhersage, die Luna hierzu mit Kreide auf eine Tafel geschrieben hatte, war richtig. Aber mehr noch: Das auf der zweiten zufällig gewählten Karte befindliche Sternzeichen fand sich ebenfalls wie durch Zauberhand auf der Tafel wieder. Besonders dieser Schlusseffekt sorgte dabei für großes Staunen.

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Wer mehr über die beiden erfahren möchte, findet hier mehr Informationen: www.christophborer.ch/ und www.lunaluxmagic.com/

Vielen Dank an alle, die beim diesem magischen und unterhaltsamen 88. ZauberSalon Wuppertal mitgewirkt haben!

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