Zaubersalon Wuppertal 2014 09 001Eigentlich war er gar nicht angekündigt, Jean Olivier, der „Drohnenzauberer“, mit „Lilli“ dem Quadrokopter. Aber er muß üben, denn Ende September nimmt er mit seiner preisgekrönten Nummer an der FISM Europe 2014 teil, einem internationalen Zauberwettbewerb, der auf einem Kreuzfahrtschiff ausgetragen wird.

Schon einmal, kurz vor den Vorentscheidungen zur Deutschen Meisterschaft der Zauberkunst. hatte der sympathische Mentalist diese Darbietung im Zaubersalon Wuppertal gezeigt. Damals kam er noch ohne Beamer aus, aber im Prinzip ist die Show so geblieben, wie sie war.

Zaubersalon Wuppertal 2014 09 022Lilli entwickelt ein Eigenleben und ermittelt eine gewählte Farbe, sowie eine gezogene Spielkarte, indem sie einige bunte Luftballons mit lautem Knallen eliminiert.

Nebenbei schießt sie Fotos von Jean Olivier und seiner Zuschauerassistentin.

Neu war für die Wuppertaler Zuschauer lediglich, daß die Nummer in englischer Sprache gebracht wurde, was daran liegt, daß der erwähnte Wettbewerb in französischen Gewässern stattfinden wird. Eine Logik, die uns H. H. Wahl, Initiator und stolzer Moderator des 46. Zaubersalons, nahe brachte.

Zaubersalon Wuppertal 2014 09 035Dann kam es. Das „Wiesel“.

Zunächst unerkannt, zu Agentenmusik, rekrutierte es sensitive Zuschauer für seine Geheimorganisation ESP. Damit der Datenschutz gewahrt blieb, wurden die Helfer nur mit ihren Initialen angesprochen. So wurde aus Zauberfreund Thomas, Rekrut T.

Bald stellte sich zwar heraus, daß das Wiesel in die falsche Veranstaltung geschickt worden war, aber es machte einfach weiter und es zeigte sich, daß es von Sensitiven an diesem Abend nur so wimmelte.

Rekrut P. erahnte zielsicher, in welchem Umschlag welche Farbe steckte, eine andere Helferin, die ihren Ehering in einer Schatzkiste eingeschlossen hatte, fand intuitiv den passenden Schlüssel wieder, Phantombilder wurden mittels Telepathie übermittelt und vor dem geistigen Auge „fast“ aller Anwesenden wurde eine kleine Sonne sichtbar.

Zaubersalon Wuppertal 2014 09 049Damit das Geschehen nicht an die Öffentlichkeit kam, alles war ja streng geheim, löschte das Wiesel am Ende des ersten Teils seines Soloprogramms bei sämtlichen Zuschauern die Erinnerung aus. Ich selbst kann mich auch kaum noch erinnern, weshalb mein Bericht so kurz ausfällt.

Nach der Pause war er dann wieder ganz er selbst. Heiko Wiese, Initiator des ersten Zaubersalons in Hannover.

Zaubersalon Wuppertal 2014 09 136Er begann, indem er erzählte, daß er eigentlich nie Zauberer werden wollte, weil an diesen so viele Klischees haften. So räumte er als erstes einmal mit dem Vorurteil auf, Zauberer seien stets gut gekleidet. Er trug Jeans, Turnschuhe und ein kariertes Hemd, daß er vergessen hatte, in die Hose zu stecken. Das gelegentlich darüber geworfene Sakko sollte natürlich seine Spontanität unterstreichen.

Geschickt ging er mit Seilen und Karten um, und man erkannte, daß er sich auf der Bühne zu bewegen versteht. Als er von seinem ersten Zauberbuch berichtete und den schwebenden Zauberstab zeigte, wurde seine Liebe zu längst verschollenen Kunststücken und Techniken deutlich, ebenso, als er Papierfaltekunst mit Szenen aus Startrack würzte und den „schwersten“ Kartentrick der Welt vorführte.

Zaubersalon Wuppertal 2014 09 165Seinen Entfesslungstrick hatte er schon einmal zum besten gegeben, als er zu

Zaubersalon Wuppertal 2014 09 199sammen mit seinen Hannoveraner Zauberfreunden den Wuppertaler Zaubersalon gestaltet hatte. Das Soloprogramm endete mit einer sehr gekonnten Vorführung des „Hindufadens“ und einer humorvollen Zugabe.

 

 

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