Zaubersalon Wuppertal 2012 05 011Zaubersalon Wuppertal 2012 05 024In der Bandfabrik wurde diesmal ein Abend der ganz besonderen Art geboten: zwei Räume wurden genutzt. In beiden wurde an jeweils einem leicht schräg stehenden Tisch gezaubert. Der Abend gehört der so genannten „Close-Up-Zauberei“, bei der am Tisch mit Münzen, Karten und anderen Alltagsgegenständen gezaubert wird.

Die Ansage der Künstler erfolgte durch Henry Wahl im großen und Dr. Gunter Glaser im kleinen Raum der Bandfabrik. Das Publikum erlebte in beiden Räumen die gleichen Akteure, da in der Pause gewechselt wurde.

Im großen Raum war Frank Moll der Eisbrecher. Zunächst bewies er, dass er die von einer Zuschauerin frei gewählte Karte bereits (mehrfach) vorhergesagt hatte. Es folgte der „Zwei-Männertrick“, bei dem wiederholt Spielkarten, von einem der Zuschauer zum anderen flogen. Die fliegenden Karten konnte – nach Frank Molls Angaben - aber nur derjenige sehen, der noch nie in seinem Leben gelogen hat. Das Ergebnis war aber für alle sichtbar.

Koni aus Dortmund zeigte erst seinen gehorsamen Würfel, dann brachte er mit seiner Kreidekelle den Zuschauern das Rechnen für Zauberer bei. In mehrfarbigen Umschlägen verwandelte er das Geld eines Zuschauers in Dollar und dann in Österreichische Währung!?!.

Zaubersalon Wuppertal 2012 05 063Zaubersalon Wuppertal 2012 05 050Manus (Lothar Ulrich) bewies anhand eines Kartenspiels, das von Zuschauerrinnen in eine beliebige Reihenfolge gebracht wurde, dass die Empirie alle Ergebnisse schon vorher beschrieben hatte. Dann demonstrierte er humorvoll, wie Schweizer mit Wäscheleinen umgehen. Zuletzt wurde seine Geschicklichkeit mit Karten durch die Geschichte von einem Stadtfilou verdeutlicht.
In der Pause verkürzte er den am weitesten gereisten Gästen (jungen Franzosen) die Wartezeit mit einer Fingerdurchdringung.

Nach der Pause kam unser Gast Willy Hölzer an die Reihe, der eigentlich Fernsehreporter ist und kurzfristig für eine erkrankte Kollegin vom Wuppertaler Zirkel eingesprungen war. In seinem ersten Effekt zeigte er, dass die Geldscheindurchdringung ähnlich funktionieren muss, wie die bekannte Computeranwendung Photoshop. Dann bewies er noch sein phänomenales Gespür für Karten.

Zaubersalon Wuppertal 2012 05 072Attila ließ zunächst eine vom Zuschauer gewählte Karte aus dem Spiel verschwinden und mit einem Mitgliedsausweis in seiner Geldbörse die Plätze tauschen. Dann folgten „Klassiker“ wie das Ringspiel mit kleinen Ringen und ein Becherspiel mit Würfelbecher und Würfel.

Der z. Z. jüngste Profi im MZ Wuppertal, Marc Weide, ließ Karten wandern u.a. ins Handy, das der Zuschauer vor sich liegen hatte. Auch Münzen wanderten an ungewöhnliche Orte, z. B. mehrfach auf die Schulter einer Zuschauerin. Zum Abschluss bewies Marc, dass feste Materie nicht immer fest ist, indem er eine Flasche durch die Tischplatte schlug.

Zaubersalon Wuppertal 2012 05 087Den Abschluss machte in diesem Raum Reiner Walter, der - frisch aus Südamerika zurückgekehrt - bewies, dass die Zeit nicht nur in Buenos Aires relativ ist. Bei dem Versuch von Zuschauern gewählte Karten wiederzufinden, bewies er, dass er Karten nicht nur in 4 bzw. 3 Sekunden finden konnte, sondern in – 14 Stunden. Die von einer Zuschauerin im Saal unterschriebene und mit DatZaubersalon Wuppertal 2012 05 096um und Uhrzeit versehene Karte hatte er nämlich schon vor Beginn des Kunststücks auf den Tisch gelegt. Zum Abschluss zeigte er, warum man nicht nur im Urwald auf Kannibalen treffen kann, sondern warum diese auch in jedem Kartenspiel anzutreffen sind.

So fand das Experiment eines reinen Close-Up-Abends in der Band Fabrik ein erfolgreiches und mit viel Beifall bedachtes Ende. Vielleicht wird es in der kommenden Saison eine Fortsetzung geben.

 

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