Zaubersalon Wuppertal 2011 11 004Der Zaubersalon wurde diesmal wiederum ausschließlich von Gästen bestritten, sieht man ab von Dr. Gunter Glaser, der durch das Programm führte. Dies darf wohl guten Gewissens als Zeichen dafür gewertet werden, wie gut der Zaubersalon Wuppertal sich bereits nach dem ersten Jahr etabliert hat.

Zaubersalon Wuppertal 2011 11 014Den Anfang machte Marcel Schettler, der mit seiner Version von Kevin James‘ Bowlingkugel aus dem Mal Block begann: Bei Marcel war es ein Stoffhase, der aus dem gemalten Zylinder fiel. Nach ein paar netten Mentalnummern, zeigte er uns dann noch eine Tücher Färbung „der besonderen Art“ mit Scheinerklärung. Nach diesem Auftakt war das Publikum bereits in bester Stimmung.

Ihm folgte Michael Schmidt, der um ein Haar übergangen worden wäre. Ich muss gestehen, dass Bauchredner eigentlich nicht so mein Ding sind, doch Michael überraschte mich positiv: Nach einem längeren Gespräch mit seinem Hasen Horst, der in gewohnter Weise in einem fort Witze auf Michaels Kosten riss, folgte eine Gesangsnummer mit einem „Storch mit Frosch im Hals“, die wirklich mitreißend komisch war.

Mit Ju-Rim trat dann wieder ein „alter Bekannter“ im Zaubersalon auf. Eingangs präsentierte er Zaubersalon Wuppertal 2011 11 056ein Zauberkunststück mit einem kleinen Beutel und Überraschungseiern. Er zauberte mit dem einzigen Kind, das an diesem Abend anwesend war. Als Besonderheit durfte die kleine Assistentin das Ei auch selbst verschwinden lassen.

Im Anschluss zeigte er erst eine Kartenwanderung, dann mit einem zweiten Zuschauer eine Münzwanderung – immer wieder landete die Münze auf dessen Schulter.

Den Abschluss bildete eine hübsch-romantische Flirt-Nummer mit einer entsprechend bezaubernden Zuschauerin, bei der Schaumstoff-Kaninchen die inhaltliche Botschaft überbrachten.

Zaubersalon Wuppertal 2011 11 111Marcel kehrte nochmals auf die Bühne zurück – diesmal mit seinem Kollegen Jens; gemeinsam sind sie die „Trickommedians“. Sie zeigten uns den schweren Entscheidungsprozeß, den sie vor der Show durchlaufen hatten: mit alter Musik und einer alten Zauber-(Reise-)Kiste, wobei sie sich zurückerinnerten an ihre diversen alten Choreographien, Kostüme und Showinhalte (unnötig zu sagen: so alt sind sie gar nicht; alles eben Comedy).So rekapitulierten sie noch einmal ihre „Blumenshow“ und präsentierten als absoluten Höhepunkt das Zersägen eines aufgeblasenen Gummi-Plesiosaurus (=“Nessi“), der tatsächlich seine Luft behielt. Sie hatten die Lacher voll auf ihrer Seite.

Zaubersalon Wuppertal 2011 11 036Den Abschluss machte dann wieder Michael, der jetzt sein ganzes komödiantisches Talent in die Waagschale und auf die Bühne warf: nachdem er uns in sächsisch anhand von „Kurz-Mittel-Lang“ den „real existierenden Sozialismus“ erklärt hatte, setzte er die Narrenkappe auf und zeigte uns, wie in der „Meenzer Fassenacht“ gezaubert wird – begleitet von begeistertem „Tätää – tätää – tätää“ der Zuschauer.

So aan hybsche Text haabe isch noch nie zum Flasche-Verschwinde gehört!

Obwohl man hätte meinen sollen, dass das nun nicht mehr zu toppen sei, gelang ihm das dennoch mit den lebenden Bauchrednerpuppen.

Ein (Lach-)tränenreicher Abend.

 

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