IMG 9118Man schlängelt sich so durch. Dieser Satz galt aber am Dienstag sicher nur bedingt. Der eingeplante Akteur, der mit Schlangen arbeitet, musste krankheitsbedingt absagen. Daher muss man sich bei Fam. WAHL für die plötzliche Umorganisation und bei Clemens ILGNER für die Bereitschaft, sein Programm schon im November zu zeigen, ganz herzlich bedanken.

Henry WAHL bedankte sich auch beim Publikum, dass den Weg zur Veranstaltung trotz der Ereignisse des Freitags der vorhergegangen Woche in Paris gefunden hatte. Man wollte jedoch auch der Opfer gedenken, was dann durch eine Schweigeminute geschah.

IMG 9125Der Gaststar des Abends, Clemens ILGNER, erklärte dann, was  Laien häufig für Erklärungen für Zauberkunststücke haben: u.a. Schnelligkeit und Fingerfertigkeit. Für das erste steht sicher das Lösen des "Rubrik"-Cubes, mit den überraschenden Wendungen, die schon sehr zauberhaft sind. Für Fingerfertigkeit steht sicher die elegante Münzwanderung von einer Hand zur anderen. Lacher brachte die Verwandlung von einem Tuch in ein Ei. Ganz ohne Fingerfertigkeit ging es dann  bei der Geschichte mit einem schwarzen Säckchen und einem Ei. Das war für die Zuschauer sehr deutlich, da ja zwei sympathische junge Damen aus dem Publikum die Handgelenke des Künstlers festhielten und so alles unter Kontrolle hatten.

IMG 9261Für die nette Dame, die nach der Pause zaubern lernen sollte, hatte Clemens ILGNER eine Pelzmütze mitgebracht  , die sich aber schon bald als Behausung seines putzigen Waschbärs herausstellte. Er zeigte, dass man nur in die Luft greifen muss - natürlich dorthin, wo die unsichtbaren Münzen liegen - und die Münzen dann in den silberglänzenden Sektkühler, pardon Weinkühler, werfen muss, wo sie sich dann materialisieren und hörbar und auch sichtbar werden. Im Anschluss an diese Vorführung durften drei Herren einem ganz großen Kartenspiel jeweils eine Karte ziehen, die später dann aus einem Glaskästchen stiegen, sogar auch dann, wenn sie in einem Umschlag steckten, dass von einem der drei Zuschauer gehalten wurde.

IMG 9276Ein Stück Seil hatte nach dem Abschneiden in der Hand einer Zuschauerin immer noch genau die gleiche Länge. Ein Ring verschwand in einem ansonsten leeren Glas und tauchte später wieder auf als man einen Kasten öffnete, der schon die ganze Zeit sichtbar auf der Bühne gestanden hatte, darin einen weiteren Kasten fand, und schließlich ein Wollknäuel, das man erst ganz abwickeln musste.

IMG 9385Die nächste Darbietung ILGNERS war eine Wettbewerbsnummer, die ihm auch schon einen Deutschen Meistertitel eingebracht hat, bei der er auch Getränke hervorzauberte, für sich selbst etwas Alkoholisches, für die Zuschauerin die gewünschte Apfelsaftschorle Bei sich selbst musste er daher sogar einen originellen Alkoholtest durchführen.
Nach einer Hypnose konnte ein junger Zuschauer sogar nicht den Geschmack von Wasser mit dem von Cola unterscheiden.

IMG 9441Für den Abschluss der Schau sorge ein Effekt, der zwei Leidenschaften des Künstlers miteinander verband: Zaubern und Musik. Zuvor hatte das Publikum schon einige Lieblingsmelodien aufgeschrieben, die nun in einem durchsichtigen Beutel durcheinander gebracht wurde, einer dieser Zettel wurde gezogen, dieser erahnt und auf einem Kornett gespielt. Er stellte sich als der Titel heraus, dessen Notenblatt ein Zuschauer schon lange in den Händen hatte.
Ohne Zugabe wollte man Clemens ILGNER nicht ziehen lassen: Ein Faden wurde vor den Augen der Zuschauer mit Feuer zerstört und dan vor aller Augen wieder hergestellt.

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