IMG 9476Der 61. Zaubersalon fand ausnahmsweise nicht im „Roten Salon“ sondern im „Großen Saal“ im Erdgeschoß statt. Er fasst wesentlich mehr Zuschauer und verfügt über eine bessere Technik.

Erfahrungsgemäß bieten die Wuppertaler immer wieder mal etwas Besonderes, aber diesmal hatte Henry Wahl voll ins Schwarze getroffen. Eigentlich schon für den Vormonat geplant, jedoch durch plötzliche Erkrankung verschoben, betrat „Professor Abraxo“ mit seinen Schlangen die Bühne.

IMG 9493Einen solchen Lehrer für das Fach „Pflege magischer Geschöpfe“ hätte man sich gewünscht, als man damals noch in „Hogwarts“ die Schulbank drückte. So prangt an seiner Steampunk-Weste ein Button: „Ministerium für Zauberei“. Und natürlich spricht er fließend Parsel.

IMG 9886Star des Abends: Eine zwei Meter lange Würgeschlange, die gut und gerne ihre fünfundzwanzig Kilo auf die Waage bringt.

Wie ein Forscher aus einem Jules Verne-Roman kommt er einem vor, mit seinem qualmenden Zylinder, der Gasmaskenbrille und dem Ziegenbart.

Die Bühne ist voll gepackt mit skurrilen Apparaten, überall sind Schlangenhäute aufgehängt, es dampft, brodelt und lodert an allen Ecken.

IMG 9516Aus seinem unerschöpflichen Krug fließt nicht einfach nur Wasser, er produziert daraus immer wieder aufs Neue Schlangen-Öl. Und die Schlangen-Eier? Klar, die dienen zur Präsentation des altbekannten Eierbeutel-Kunststücks.

Mit „Messer durch den Arm“ und „Armguillotine“ beweist er die medizinische Schutzwirkung seines Elixiers, aber auch wenn er sich einen echten Nagel in die Nase schlägt, um anschließend einen geschluckten Faden aus dem Auge zu ziehen, geht ein Schaudern durch die Zuschauerreihen.

IMG 9671Mit „Serpentixx“ aus der Sprühflasche bringt der Professor selbst Schwarze Löcher zum Wandern und entführt seine Zuschauer in eine „Zeitschleife“ aus der sie fast nicht mehr heraus kommen.

Gegen Ende seiner Show wird es dann mittelalterlich. Einem jungen Mann wird unter viel Getöse ein überdimensionaler Drillbohrer in den Kopf gedreht und allerhand unnützes Zeug daraus hervor gezaubert. Dann bekommt der Ärmste einen Schlangenöl-Einlauf, gottlob nur ins Ohr, und zu guter letzt wird sein Schädel wieder mittels des „Magischen Trichters“ entleert.

Abraxo Ted und TheaOh ja, er weiß um die Eigenmagie dieser faszinierenden Tiere, denn alle Kunststücke ranken sich um seine Erfindung, das „Universalspezifikum Serpentixx“.

Wer sich dadurch ein wenig an Dr. Marrax erinnert fühlt, der hat Recht, denn dieser war sein Lehrmeister und half bei der Ausarbeitung einer einzigartigen Nummer, die sich auch hochrangige Zauberkollegen nicht entgehen lassen wollten. So war beispielsweise Ted McKoy extra aus den Niederlanden angereist, um die zauberhaften Tiere in Augenschein zu nehmen.

Nach der eigentlichen Show erklärte der Künstler, dass keine Giftschlangen zum Einsatz kommen und lud alle Zuschauer ein, die Tiere aus nächster Nähe zu betrachten und anzufassen. Er nahm sich dabei sehr viel Zeit und bewies einen liebevollen, sachkundigen Umgang mit seinen Schützlingen.

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